Angefangen...

... hat alles 1981, als ich mit dem Motorrad von Korsika zurückkam und auf einem Campingplatz in Frankreich Wolfgang Wachter und seine Freundin Ingrid kennenlernte - am Lagerfeuer. Eine Freundschaft, die wie kaum eine andere die Jahre mit allen "Hochs und Tiefs" bis heute überstanden hat. Er war damals der stolze Besitzer eines VW-Porsche,2,0 Liter 4-Zylinder Bj. 73 - schon damals ziemlich kultig. Ins Herz geschlossen habe ich das Fahrzeug, als wir drei Jahre später zu dritt im VOPO auf den Salzburgring gefahren sind. Ich, eingequetscht auf dem Notsitz. Es hat einfach tierisch Spaß gemacht, und die Leute haben sind schon damals staunend um das Auto rumgestanden.

2001 kam von Wolfgang die Anfrage, ob ich jemand weiß, der einen 914er kaufen will.
Ich wusste da schon jemanden ;-)

Kurze Zeit später bin ich mit einem befreundeten Automechaniker und einem Kanister Motoröl, einer Batterie und div. Kleinteilen unter dem Arm nach Isny gefahren, wo die Kiste unter einer Plastikplane moderte.
15 Jahre Ruhepause, und dann plötzlich: Zack, die Plane heruntergerissen, Batterie eingebaut, Öl raus, Öl rein, Zündkerzen raus, Zündkerzen rein, hier rumgefummelt, dort rumgefummelt. Ich war schon ganz zittirg vor Aufregung.
Und dann der große Augenblick: Den Zündschlussel rumgedreht, die Armaturenanzeigen leuchten auf, das Gaspedal zweimal durchgetreten und dann: START!
........ ömömömömömömRAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!!
Auf Vollgas, das Auspuffrohr eine rostrote Abgas- und Dreckwolke katapultierend, hatte sich der Gaszug verklemmt. Der Griff zum Zündschlüssel schien eine Ewigkeit zu dauern. Ich sah schon die Pleulstangen durch die Gegend fliegen. Aber der gute alte Boxer hatte den Arschtritt, mit dem er wieder ins Leben gerufen wurde, gut überstanden.
Dann schnell Bremsen gängig gemacht, Nummernschild ran und auf eigenen Rädern 200 Km nach Göppingen gefahren. Ich hatte einen Porsche.

Doch aufgrund des maladen Zustandes der Karosserie habe ich bald die Freude an dem Fahrzeug verloren.
Es wurde schnell TÜV auf das Fahrzeug draufgepfriemelt und dann gewinnbringend verkauft.

Zwei Jahre später, inzwischen geschieden, brauchte ich dringend ein Auto und ein Projekt, um auf andere Gedanken zu kommen. Ich erinnerte mich an den 914er, den ich damals verkauft hatte. Nach kurzer Recherche habe ich Ihn entdeckt - wieder mal unter einer Plane. Die Lichter waren abgeschraubt, dann hatte den Bastler der Elan verlassen. Ich nahm ihn fürs gleiche Geld zurück und machte mich an die TÜV-Arbeiten. Durch ein Wunder (und gute Beziehungen;-) kam die Kiste durch und diente mir einen Winter lang notgedrungen (sorry Baby!) als Fahrzeug.
Im Herbst 2004 krachte die linke Hinterradaufhängung durch. Das war das Ende des "Rostkübelfahrens". Ich entschloss mich zu einer Vollrestauration.

Bin gerade noch dabei. Hier ein paar Bilder von dem Schlamassel:

Ein Blick in die Gedärme. Diagnose: Bandwurm Der 914er hängt den Motor raus.
Mein Hilfsmechaniker - etwas ratlos.
Motorraum des ehemals ravennagrünen 914er
Rechts die supergeile Aufhängug von Günter,
um das Fahrzeug zu drehen - wie am Spieß!
Die abgerostete Radaufhängung.


Die nächsten Schritte, die geplant sind:
Karosserie schweißen - mit original Einschweißblechen.
Sandstrahlen und spritzverzinken der neuraligschen Zonen.


Fortsetzung folgt.
PS: Über Tipps von Euch wäre ich sehr dankbar, speziell bzgl. schweißen, (hat jemand Einschweißbleche und Erfahrung mit Schweißen von Schweller?) Rostpräventation, Sportauspuffanlage ...

Gruß, Euer Hartmut